Zwischen To do´s, Uni und Freizeitstress

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Kennst du diese Tage oder Wochen, auf die du dich schon freust, weil du weißt, dass du mal wieder durchatmen und einen Gang runterschalten kannst? Dann kommt es jeddoch wieder ganz anders. Ehe du dich versiehst, sind sie wieder vollgepackt. Du hast dich schon bereit erklärt irgendwo mitzuhelfen, dann kommt auch noch der Prof und kündigt eine neue Gruppenarbeit an, aber eigentlich wolltest du dich mit Freunden treffen und diese Zeit in vollen Zügen genießen. Genau in solch einer Woche stecke ich gerade. Von dem wunderschönen Wetter, konnte ich bis jetzt nur am Mittwoch ein paar Sonnenstrahlen mit einer guten Freundin genießen. Den Rest der Wochen pflege ich gerade meine Beziehung zu meinem Schreibtisch und der FH. (So faul sind wir Studenten dann wohl doch nicht)

Ein bisschen Frust und Bedauern kommt in mir hoch, aber trotzdem bin ich nicht gestresst. Ich mache einfach eine Sache nach der anderen. Letzte Woche habe ich viel weniger gemacht, war aber viel gestresster. Wie kommt es dazu? Ich glaube unser Stress Level hat nicht so viel mit der Anzahl unserer To do´s, Meetings und Sonstigem zu tun. Es hat viel mehr damit zu tun, ob du dich von alledem bestimmen lässt oder eben nicht. Und wenn es bei dir die Uni nicht ist, dann ist es die Schule, oder die Arbeit die ruft. Jesus hat zu uns jedoch folgendes gesagt:

Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn das Joch, das ich auferlege, drückt nicht, und die Last, die ich zu tragen gebe, ist leicht.« Matthäus 11, 28-30

Du denkst vielleicht: „ja klar, dein Joch ist leicht, warum stehen mir die ganze Sachen die ich zu erledigen habe dann bis zum Hals? Irgendwie fühlt sich das Joch gerade gar nicht so leicht an.“ Dann habe ich eine Frage an dich: Ist das was du gerade versuchst zu stemmen wirklich das leichte Joch Jesu oder die Lasten die dich fast erdrücken, die du aber gar nicht tragen musst? Jesus verleugnet nicht, dass es Lasten und Schwieriges in dieser Welt gibt, er spricht es sogar direkt an. Er spricht es aber nicht nur direkt an, sondern hat auch sofort eine Lösung für dich parat: Er nimmt es dir ab. Du musst es nicht tragen. Das ist nicht deine Aufgabe. Sein Joch ist leicht. Geb dir einen Ruck, und gebe die Lasten, die zu schwer für dich sind an Jesus ab.

Vergangene Woche habe ich auf dem Blog „Live Original“ von Lindsey Nelson einen Blogbeitrag gelesen und drei Sätze sind mit ins Auge gesprungen:

„His burden is light, but most of us translate easy and light to lazy. Yet we’ve never been so tired. Let’s stop the glorification of busy!“

Dieser Satz hat mich getroffen, denn genau so habe ich auch gedacht. Leicht und einfach, dass bedeutet faul zu sein. Dinge die leicht sind, sind es nicht wert, sind nicht besonders. Wenn ich beschäftigt bin und hart für etwas arbeite, dann bin ich etwas. Völliger quatsch. Meine Mama ist so eine Person die mich immer wieder daran erinnert und heute möchte ich die Person sein, die dich daran erinnern: Du bist nicht faul, nur weil sein Joch leicht ist. Du bist nicht weniger wert, wenn du weniger beschäftigt bist. Du bist nicht weniger wichtig. Lindsey schreibt weiter, dass wir viel mehr für Gottes Reich erreichen werden, wenn wir von einem Ort der Ruhe handeln.

Wie schaffen wir es jetzt aber in einem Stressanfall dem Stress die Tür ordentlich vor der Nase zuzuschlagen? Hier sind ein paar Dinge die ich versuche zu tun und die mir helfen:

1.Bete & vertraue: Ich muss regelmäßig Dinge bewusst in Gottes Hand legen und dann auch lernen ihm zu vertrauen. Vertraue ich ihm nicht, dass er sich um die Dinge kümmert, „lege“ sie zehn mal mit meinen Worten in seine Hand, behalte es dann aber doch in meinen Händen. Das hilft natürlich nicht den Stress zu lindern. Ich hab gerne die Kontrolle in meiner Hand. Ich muss mich also auch immer wieder erinnern, dass die Dinge in Gottes Händen tausend mal besser aufgehoben sind als in meinen. Bete, dass er dir Lösungen zeigt für das Problem. Sei im Dialog mit Gott. Nimm dir Zeit für deine Beziehung zu ihm.

2.Plane: Ich plane manchmal mehr und manchmal weniger, aber auf jedenfall immer, wenn ich das Gefühl habe, das es unmöglich ist alle Dinge in der vorgegebenen Zeit zu erledigen. Wenn ich dann auf dem Wochenplaner sehe, dass ich ja doch alles gut schaffe, beruhige ich mich wieder. Passen deine To-do´s trotzdem nicht in die Woche, dann überlege dir welche Aufgaben dringend und wichtig sind. Bearbeite diese zuerst. Sind die Aufgaben nicht dringend, aber wichtig, bearbeite sie später.

3.Erlaube dir selbst zur Ruhe zu kommen: Wie ich oben schon geschrieben habe bedeutet es nicht, dass du faul oder schwach bist, wenn du dir Zeiten für dich in den Alltag einbaust. Kennst du diese Menschen, denen du die innere Ruhe und Frieden schon ansiehst, selbst wenn du sie gar nicht richtig kennst? Ich glaube diese Personen haben verstanden, wie wichtig es ist aufzutanken und Lasten, die sie nicht tragen müssen abzugeben. Diese Leute haben eine innere Stärke aus der sie handeln. Lerne dein Pensum kennen, lerne dich kennen. Schaue welches Pensum du schaffen kannst. Sag „Ja“ zu den Dingen, die du tun möchtest und um die dich Gott bittet und sag zu anderen Dingen „Nein“. Nein sagen zu können ist einer der befreiensten Dinge, die ich in den letzten 3 Jahren gelernt habe. Bleibe bei dir und schaue nicht auf die anderen.

Wie wäre es, wenn du heute mal das Angebot Jesu annimmst?

 

Anka

…die sich trotzdem schon auf

die nächsten Semesterferien freut.

    Aufgegeben
    Schluss mit FOMO!