Sei du

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Sei du! Eine Aufforderung die uns manchmal gar nicht so einfach erscheint. Ich meine immerhin weißt du genau was deine Schwächen sind. Vielleicht denkst du, du seist „anders“ als die anderen? Aber du willst trotzdem dazugehören. Vielleicht hast du Angst was passiert, wenn du dein volles Potential auslebst. Vielleicht scheint es für dich einfacher zu sein dich in deiner Komfortzone zu verstecken. Du kennst zwar deine Stärken und weißt was du tun kannst, aber in deiner aktuellen Position ist es einfach bequemer.

Coco Chanel hat jedoch einmal gesagt, dass Schönheit dann beginnt, wenn man sich entscheidet man selbst zu sein. Wenn wir uns entscheiden wir selbst zu sein, dann beginnen wir automatisch zu strahlen. Wir beginnen zu blühen. Wie schaffen wir es jedoch uns dazu zu entscheiden? Schließlich bekommen wir immer wieder vermittelt, wie man sein sollte und das stimmt meistens nicht mit dem überein wer wir sind. Ich habe für mich drei Apelle gefunden, die ich mir immer wieder vor Augen führe und die mich dazu ermutigen ich selbst zu sein. Und diese möchte ich Dir jetzt weitergeben.

Umarme deine Schwäche

Der Punkt der uns so oft am schwersten fällt. Unsere Macken. Unsere Ecken und Kanten. Wir alle haben sie. Niemand ist perfekt. Ich tue mich zum Beispiel schwer mit Leuten die weinen. Ich weiß in dem Moment einfach nicht was ich tun soll. Das einzige was mir dann oft einfällt, ist die Person zu umarmen und ihr irgendwelche netten  Floskeln zuzureden, die aber doch nichts bringen. Ich weiß das klingt seltsam, aber die Situation überfordert mich einfach.

Wie kann ich meine Ecken und Kanten umarmen? Tut das nicht weh, wenn ich etwas eckiges umarme? Pickst mich die Kante denn nicht, wenn ich sie in den Arm nehme?

Ich glaube nicht. Es ist zwar etwas ungewohnter und fällt uns zu Beginn schwerer, aber trotzdem sollten wir es tun anstatt gegen uns selbst anzukämpfen. Denn damit verschwenden wie jede Menge Energie. In Markus 3, 24-25 steht folgendes:

„Wenn ein Reich mit sich selbst im Streit liegt, kann dieses Reich nicht bestehen. Und wenn eine Familie mit sich selbst im Streit liegt, kann diese Familie nicht bestehen.“

Abi Stumvoll, hat es in einer Predigt mal so veranschaulicht: Stell dir vor du stehst neben dir. Und du beschimpfst dich die ganze Zeit wie dumm und schwach du bist. Du sagst dir die ganze Zeit das du eine Versagerin bist. Würde dich das motivieren? Würdest du gerne mit so einer Person die Welt verändern? Oder aber du lobst dich selbst, du sagst: hey, du bist schön, talentiert und wertvoll. Ich glaube jeder von uns wäre lieber mit der zweiten „Ich- Version“ zusammen.

Brené Brown, eine Forschungswissenschaftlerin, entdeckte in ihren Forschungsnotizen aus Interviews mit den verschiedensten Menschen Leute, die aus vollem Herzen leben. Sie begann sich Dinge zu notieren die diese Menschen gemeinsam haben. Daraus entstanden zwei Spalten. Die eine enthielt alle Dinge die man tun sollte und die andere, Dinge die man nicht tun sollte, um von ganzem Herzen zu leben. In der ersten Spalte stand unter anderem der Begriff Selbstwert und in der zweiten Perfektion, cool sein, ins Bild passen, Beurteilung und Mangel. ( aus „Die Gaben der Unvollkommenheit“ von Brené Brown, 2014)

Ich habe mich die letzten Jahre schon fast gehasst, weil ich einfach nicht so viel Energie hatte wie andere. Mein Fokus war die ganze Zeit auf meinem Mangel. Oft war ich schlapp und das obwohl mein Terminkalender nur halb so voll war, wie der manch einer Freundin. Und dann nach ein paar Jahren bin ich endlich mal zum Arzt gegangen und da kam dann raus, dass ich einfach diverse Mängel an Vitaminen etc. habe und dazu noch eine Schulddrüsenunterfunktion. Jetzt, da ich diese Diagnose habe, kann ich beginnen an dieser Schwäche zu arbeiten. Und so ist es mit jeder anderen Schwäche auch. Wir können an unseren Schwächen arbeiten, aber sie gleichzeitig umarmen und geduldig mit uns selbst sein.

Entfalte dein Potential

Zeige deine Stärken und setze deine Begabungen ein. Steh dazu. Das hat nichts mit Angeberei zu tun. Entfalte dein volles Potential. Überschreite deine Komfortzone. Du hast so viele Stärken und Begabungen in dir drinnen. Packe sie aus, lerne sie zu benutzen und sei dir und anderen damit ein Segen! Trau dich!

„Jeder soll dem anderen mit der Begabung dienen, die ihm Gott gegeben hat. Wenn ihr die vielen Gaben Gottes in dieser Weise gebraucht, setzt ihr sie richtig ein.“

1.Petrus 4,10

Es ist ok anders zu sein

Wir alle haben Momente, in denen wir selbstbewusster sind und Momenten in denen es uns schwerer fällt.Havilah Cunnington hat sich Gedanken gemacht, was es für Momente sind, in denen wir Selbstbewusstsein haben. Es sind die Momente, in denen wir dem treu sind, wer wir sind.

Ist es nicht paradox, dass wir trotzdem manchmal alles Mögliche daran setzen nur nicht wir selbst zu sein um reinzupassen? Wie oft habe ich versucht cool und lässig zu sein. Aber sorry Leute, ich hab einfach nicht den Swag. Ich bin nicht die lässig coole. Ich bin auch nicht die laute Person oder die leise. Ich bin irgendwie beides. Ich studiere BWL, die meisten meiner Freunde studieren irgendwas Soziales. Und lange habe ich mich wegen dieser  und anderer Dinge nie zu einer Gruppe Mensch zugehörig gefühlt. Wenn wir jedoch eine andere Person so richtig gut kennen lernen, mit all ihren Einzigartigkeiten, dann werden wir merken, dass man auch sie nicht zu 100% einer Gruppe Mensch zuordnen kann. Niemand passt eindeutig in eine Schublade. Wir sind alle unterschiedlich. Das ist normal und nicht schlimm. Im Gegenteil. Das macht aus unseren Freundschaften kraftvolle Freundschaften, weil wir uns einander ergänzen, stärken und herausfordern können. Diese Unterschiede können unsere größte Stärke sein.

Bréne Brown hat ein Buch mit dem Untertitel geschrieben: Lass los, was du glaubst, sein zu müssen und umarme wer du bist.  Genau das wünsche ich dir!

 

Anka

… die selbst immer wieder lernen

muss sich zu umarmen.

  • Avatar
    Sandy
    28. März 2018

    Sehr nice 😉

  • Avatar
    Chrisse
    20. April 2018

    Hast du toll auf den Punkt gebracht Anka !

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