Hallo, wer bist du?

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Hallo, wer bist du? Wen würde ich sehen, wenn ich ein Bild von dir mache?

Was ist deine Antwort darauf? Bei mir wäre die Antwort so ausgefallen: Hallo, ich bin Ann-Kathrin, 23 Jahre alt und studiere BWL. Die Standardantwort eben: Name, Alter, Tätigkeit. Viel mehr wollen die meisten Leute ja auch nicht wissen. Und dann gibt es ja noch die Antwort, für die man in der Kinderkirche 100 Punkte bekommen hat: „Ich bin Kind Gottes“. Aber auch diese Aussage hat mich nicht zufriedengestellt.

Ich möchte das hier in keiner Weise klein reden. Das ist definitiv Teil unserer Identität und auch nicht gerade ein kleiner und unbeachtlicher Teil, aber was unterscheidet einen dann noch von den anderen? Es heißt ja immer so schön, dass wir alle individuell geschaffen sind. Ja, du bist Gottes Kind. Du bist geliebt, gesegnet, befreit und dann, dann hat Gott noch etwas ganz Individuelles in dich hineingepflanzt: deine Art und dein Charakter, deinen Humor, deine Stärken und Schwächen…

Was ist das bei dir, was ist das bei mir? Was macht mich aus, was sind meine Stärken und meine Schwächen? Was sind meine Träume und meine Ziele im Leben? Um ehrlich zu sein, war ich selbst oft zu sehr verwirrt um darauf eine richtig gute Antwort zu geben. Auf diese Fragen gab es dann meistens entweder Standardantworten oder ein ahnungsloses Schulterzucken. Also habe ich begonnen mich damit zu beschäftigen woran das liegt. Hierbei habe ich zwei große Fehlerquellen entdeckt:

1.Fehler: Ich habe primär auf das gehört was andere Leute über mich sagen.

Versteh mich nicht falsch. Ich denke es ist wichtig sich Feedback von anderen Leuten einzuholen, aber es ist gut, dass wir diese Leute sorgfältig auswählen. Denn die meisten Menschen kennen mich gar nicht richtig, sondern nur einen Teil von mir (wenn überhaupt) und meinen dann alles über mich zu wissen und mir Dinge zuzuschreiben, bzw. nicht zuschreiben zu können. Dazu kommt, dass jeder Mensch eine andere Meinung hat und jeder einzelne Mensch seine auch im Laufe der Zeit ändert. Macht es also Sinn sich davon definieren zu lassen? Nein. Das würde nur im Chaos landen. Dann wärst du jeden Tag eine andere Person. Mein Tipp für dich ist: Suche dir Leute, die weise sind, Jesus kennen und dich gerne haben. Erlaube diesen Leuten in dein Leben zu sprechen, auch wenn sie dich korrigieren.

2. Fehler: Ich habe nach rechts und links geschaut, wie andere Menschen sind und dann versucht das Beste aus allen wie ein Puzzlestück zusammenzufügen und wollte dann genau so sein.

Was war der Ursprung dafür? Ich glaube es lag daran, dass ich nicht wusste wer ich bin und Angst hatte, dass ich unzufrieden bin mit der Person die ich bin. Also empfand ich es leichter mich zu bemühen so wie andere zu werden anstatt herauszufinden wer ich bin. Ganz schnell habe ich dann aber gemerkt, dass ich mich dann auch nicht wohl fühle. Authentisch ist ja auch was anderes und Selbstbewusstsein hat es mir jetzt auch nicht gegeben, denn ich war ja nicht ich. Ich war also wieder unzufrieden und wusste nicht warum. Erst als Lisa Bevere davon sprach, dass unsere Generation ein Problem damit hat herauszufinden was ihre Berufung ist wurde mir wirklich klar was ich da mache und welche Auswirkungen das hat. Laut Lisa Bevere liegt der Grund, dass wir unsere Berufung nicht kennen, darin, dass wir immer nur danach schauen, was andere gemacht haben. Aber was ist, wenn Gott etwas ganz anderes mit uns vorhat? Was ist, wenn Gott dich ganz anders gemacht hat als die anderen? Und anders zu sein als die anderen ist nichts negatives.

Hier war ich also auch auf dem Holzpfad. Ich bin überzeugt, dass wir nur dann herausfinden wer wir sind, wenn wir Zeit mit Gott verbringen und uns mit den Wahrheiten füllen, die er über uns sagt. In der Bibel steht so viel über uns. Ein paar Facts habe ich hier für euch aufgelistet:

Du bist…

  • Vergeben (Epheser 1,7)
  • Der Tempel des Heiligen Geistes (1. Korinther 6,19)
  • Gesegnet (Galater 3,9)
  • Auserwählt (Epheser 1, 11)
  • Geliebt (Johannes 3,16)
  • Eine Überwinderin (Römer 8, 34)
  • Botschafterin Jesu (2. Korinther 5,20)
  • Geheilt (1. Petrus 2, 24)
  • Das Salz und Licht der Welt (Matthäus 5, 13-14)
  • nach dem Ebenbild Gottes geschaffen (1. Mose 1, 27)
  • kein Fehler (Psalm 139, 15)

Wenn wir uns unsere Identität von Gott zusprechen lassen, dann erfahren wir wer wir sind, denn er ist unser Schöpfer. Er kennt uns besser als wir selbst. Er hat dich geformt. Er hat sich ausgedacht wie er dich machen möchte. Er hat sorgfältig deine Talente in dich hineingelegt. Und Gott war nicht verwirrt als er dich geschaffen hat!

Du (Gott) bist es ja auch, der meinen Körper und meine Seele erschaffen hat, kunstvoll hast du mich gebildet im Leib meiner Mutter. Ich danke dir dafür, dass ich so wunderbar erschaffen bin, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. Ja, das habe ich erkannt: Deine Werke sind wunderbar! Psalm 139, 13 – 14

Er wollte dich so wie du bist. Sein Wort hat Bestand und das was er über dich sagt hat Bestand.

In meinem Hauskreis haben wir ganz praktisch auch noch ein paar coole Dinge gemacht, um herauszufinden wer wir sind und was uns ausmacht. Wie haben uns folgende Fragen beantwortet: Was sind meine Top 5 Werte? Was macht mich so wirklich verrückt? Was begeistert mich? Wie tanke ich neue Kraft? Zusätzlich war es mal meine Wochenaufgabe (Wir haben jede Woche eine Wochenaufgabe, von der wir dann am nächsten Hauskreis erzählen…eine super Sache um konkret zu werden und zu wachsen!) dass ich mir Pinnwände auf Pinterest zusammenstelle mit den Dingen die mir gefallen. So habe ich gesehen, dass ich ja doch einen Stil habe und entdeckt was MIR (und nicht den anderen) gefällt.

Das sind nur ein paar Tipps von mir und ich garantiere nicht, dass du danach weißt wer du bist, aber sie helfen dir vielleicht ein Stück weiter auf dieser Entdeckungsreise.

Du bist wirklich so wunderbar wie du bist und du bist viel mehr Wert, als dass du dich mit anderen vergleichen müsstest!

 

 

Anka

...die sich selbst immer

wieder bewusst machen muss,

wer sie als Kind Gottes ist.

  • Avatar
    Salomé
    3. Januar 2018

    Wow! Hammer Text! Super schön geschrieben, mit einem so wertvollen und hilfreichen Text! ♥️

    • Anka
      Anka
      Salomé
      3. Januar 2018

      Vielen Dank! 🙂

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