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Wenn die Leidenschaft zum Beruf und das Leben zum Abenteuer wird

Posted In: Erlebtes

Neulich wurde ich gefragt, ob man mich denn nun eine “professionelle Fotografin” nennen kann oder sollte. Ganz ehrlich? Ich war echt überfragt. Ich hab mich dann an meine erste Hochzeit erinnert, die ich fotografieren durfte. Fünf Jahre ist diese bereits her. Verrückt! Seit dem ist viel passiert! Sehr viel! Ich hab beobachtet, ausprobiert, gezweifelt, weitergemacht, habe mir Ziele gesetzt, bin gefallen, hab wieder gezweifelt an meinen Fähigkeiten, noch mehr gezweifelt an meinem Talent, aber immer weitergemacht. Ja und durch all das, vor allem dazu gelernt. Ich habe mich mit Sicherheit verbessert, aber bin ich jetzt “professionell”? Was HEISST “professionell” überhaupt? Okay, ich hab grad mal gegoogelt. 😀 Es heisst wohl einfach “(eine Tätigkeit) als Beruf ausübend”. Hmmm…also noch bin ich Studentin aber ja, die Fotografie und auch immer mehr die Videografie ist tatsächlich die Tätigkeit, mit der ich mir mein Geld verdiene und mir auch erträume das immer mehr und stärker zu tun. Die Leidenschaft zum Beruf zu machen. Wer würde da nein sagen?

Aber ich muss sagen…ich sitze nicht da und schmiede krampfhaft Pläne, wie das denn nur funktionieren kann. Ich versuche nicht mich verbissen ‘hochzuboxen’ um irgendwann dieses Ziel zu erreichen. Ich glaube nämlich, dass meine Leidenschaft an der – sagen wir mal ‘visuellen Kreativität’ – und die dazugehörige Fähigkeit nichts ist, was ich mir selbst antrainiert habe. Ich bin davon überzeugt, dass es ein Geschenk von meinem himmlischen Vater ist! Immer wenn ich gefragt werde, wo ich das Fotografieren gelernt hätte, fällt mir immer wieder auf, dass ich das nie im klassischen Sinne ‘gelernt’ habe, sondern es eben wirklich ein übernatürliches Geschenk ist. Ich glaube, dass Gott in jeden einzelnen von uns Gaben und Talente hineingelegt hat. Manche haben wir schon entdeckt und manche gilt es einfach noch zu entdecken. Aber die Frage, wo ich das denn ‘gelernt’ hätte bringt mich auf weitere Gedanken. ‘Lernen’ bringt vielleicht etwas, wenn man seine Kamera besser verstehen möchte, aber tatsächlich ist dieser natürliche Blick für Farben, Kompositionen und Perspektiven da ausschlaggebender als die Verschlusszeiten auswendig zu lernen.

Fotografie oder Videografie ist für mich allerdings längst nicht nur das. Das was mich daran nämlich am meisten reizt, ist die Möglichkeit auf Dinge, Momente und vor allem Menschen aufmerksam zu machen, die sonst unbemerkt geblieben wären; sie in einem neuen Licht darzustellen; meine Wertschätzung für diese schönen Menschen auszudrücken und die kleinen Momente, die vorher noch so banal  schienen, so einzufangen, dass sie plötzlich an ganz viel, vor allem emotionalem, Wert gewinnen.

Und dieser ‘Wert’ ist mir so wichtig, weil Gott mir tagtäglich aufzeigt wie WERTVOLL alles und jeder um mich herum ist! ER ist es, der mich jeden Tag mit seiner vollkommenen Liebe überschüttet und darauf aufmerksam macht wie unglaublich schön seine Schöpfung ist. Und das alles darf ich vor der Linse haben. DAS ist es was mich begeistert!

Man könnte sagen, ich bin mit dem ganzen auf einer Reise. Wie jede Reise ist es also spannend Neues zu endecken und erleben, hat ihre superschönen aber eben auch ihre harten und ‘rauen’ Momente. Man
wird nicht von heute auf Morgen “professionelle Fotografin”. Es ist ein Prozess. Eine Reise eben, die vor allem sehr unvorhersehbar ist. Ich weiss nicht wie viele Hochzeiten ich nächstes Jahr fotografieren kann. Ich weiss nicht ob es genug sein werden, um mir mein Leben zu finanzieren. Aber diese aufregende Ungewissheit und gleichzeitig die so aufregende GEWISSHEIT, ist was mich jeden Tag neu ermutigt weiter zu machen. Die Gewissheit vor allem, dass mich Gott wie bisher auch weiterhin so fürsorglich begleiten wird und immer im richtigen Moment versorgt.

Ein Vers, der mich darin immer wieder ermutigt ist folgender: “Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand, sondern vertraue voll und ganz dem HERRN! Denke bei jedem Schritt an ihn; er zeigt dir den richtigen Weg und krönt dein Handeln mit Erfolg.” (Sprüche 3:5-6)

So will ich auf dieser Reise z.B. nicht meinem Equipment vertrauen oder nur meinen eigenen Anstrengungen. Noch meinem eigenen Vorstellungen oder eben meinem eigenen Verstand. Ich möchte viel mehr dem Herrn vertrauen. Dem, der mich so beschenkt und mit dessen Hilfe ich auch andere beschenken möchte.

 

Mira

…die nicht darauf wartet, dass die Abenteuer,

zu ihr kommen, sondern die sich Abenteuer schafft.

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